Press release

Statement von CEO Bernd Montag

Sehr geehrte Damen und Herren,

auch wenn wir bereits einige Erfolge im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie sehen, so bleibt die Situation insgesamt sehr herausfordernd. Parallel zu den intensiven Maßnahmen der Regierungen und Gesundheitsdienstleister zur Infektionsvorsorge, zur Diagnostik und zum Aufbau von Intensivpflegekapazitäten zur Behandlung von Covid-19-Patienten steigern auch wir unermüdlich unsere Anstrengungen. Dafür, wie wir die Situation unter diesen nie dagewesenen Umständen gemeinsam meistern, möchte ich dem gesamten Siemens Healthineers Team und unseren Partnern meinen besonderen Dank aussprechen. Derzeit sind nahezu alle unsere Aktivitäten einem Ziel untergeordnet: Wir helfen in der Krise, wo immer wir können!

Erstens arbeiten wir unermüdlich, um die steigende Nachfrage nach Computertomografen, Röntgengeräten, Ultraschallgeräten, Blutgas-Analysesystemen sowie wichtigen Labordiagnostiktests, die zur Begleitung und Steuerung der Therapie von Covid-19-Patienten gebraucht werden, zu befriedigen.

Zweitens helfen wir dem großen weltweiten Bedarf nach Covid-19 Tests zu begegnen. Vor kurzem haben wir einen wichtigen Meilenstein bei der Bereitstellung weiterer Tests erreicht, indem wir die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die amerikanische Food and Drug Administration (FDA) um die Notfallzulassung unseres Testkits gebeten haben, mit dessen Hilfe das SARS-CoV-2-Virus nachgewiesen werden kann.1 Darüber hinaus entwickeln wir einen serologischen SARS-CoV-2-Test, mit dem IgM- und IgG-Antikörper im Blut nachgewiesen werden können. Dieser Test zeigt an, ob eine Person gegen das SARS-CoV-2-Virus immun ist, selbst wenn keine Krankheitssymptome aufgetreten sind oder niemals Covid-19 diagnostiziert wurde.

Drittens haben wir hochmoderne digitale Infrastrukturlösungen im Einsatz, die es uns ermöglichen in den Krankenhäusern zu helfen, ohne dass unsere Kolleginnen und Kollegen physisch anwesend sind. Über unser sogenanntes Smart-Remote-Service-Netzwerk sind unsere Servicekollegen in der Lage, Online-Ferndiagnosen und Softwareupdates an unseren Geräten durchzuführen. Mit unserer Remote-Scanning-Assistenz kann sich medizinisches Fachpersonal ortsunabhängig auf radiologische Systeme schalten, um das Personal am System, insbesondere bei anspruchsvollen Untersuchungen, zu unterstützen. Dieses „dabei sein, ohne vor Ort zu sein“, macht Know-how nahezu überall verfügbar und hilft Infektionen beim medizinischen Personal zu vermeiden. Das ist ein Beitrag, die Gesundheitssysteme zu stabilisieren und in der Konsequenz die „Kurve flach zu halten“.

In die gleiche Richtung geht eine Anwendung zum Telemonitoring von Covid-19-Patienten, die wir gemeinsam mit dem „Austrian Institute of Technology“ anbieten. Diese Anwendung ermöglicht, dass Menschen mit Verdacht auf Covid-19 medizinische Einrichtungen nicht mehr aufsuchen müssen. Vitalwerte, wie Körpertemperatur und Sauerstoffsättigung, sowie andere Angaben werden per Smartphone oder PC an die betreuende medizinische Einrichtung gesandt, um bei Veränderung der Symptomatik entsprechend schnell handeln zu können. Unsere Anwendung soll helfen, Gesundheitsämter, Krankenhäuser, Notaufnahmen und ambulante medizinische Einrichtungen zu entlasten und Kontaktpunkte zu reduzieren.

Viertens arbeiten wir auch an einer Ergänzung unserer AI-Rad Companion-Produktfamilie, mit dem Ziel das klinische Personal in Krankenhäusern weiter zu entlasten. Dafür entwickeln wir einen neuen Algorithmus, der dazu beitragen soll, Covid-19-Fälle auf CT-Scans einfach zu erkennen und das Ausmaß der Lungenschädigung wesentlich schneller zu markieren und zu quantifizieren. Derzeit geht diese Lösung in die erste klinische Validierung. Wir arbeiten konsequent daran, dass die Zulassung durch die entsprechenden Behörden so schnell wie möglich erfolgt.

Fünftens bieten wir Lösungen an, bei denen Computertomografen unter anderem in Containern für den mobilen Einsatz montiert sind, um im Bedarfsfall die Kapazitäten zum Scannen von Covid-19-Patienten möglichst schnell und unabhängig von der bestehenden Infrastruktur zu erhöhen. Mit diesen Lösungen haben wir bereits Krankenhäusern weltweit geholfen, einen kurzfristig auftretenden Bedarf an Scan-Kapazitäten innerhalb von wenigen Wochen abzufangen.

Das sind nur einige Beispiele, die eines deutlich machen: 53.000 Siemens Healthineers Kolleginnen und Kollegen arbeiten mit allergrößtem Einsatz und wo immer sie können, um den klinischen Experten die notwendige Hilfe und die technischen Lösungen in ihrem Kampf gegen Covid-19 zur Verfügung zu stellen.

Bleiben Sie gesund,
Ihr Bernd Montag

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Siemens Healthineers 2019 DE

Siemens Healthineers AG (gelistet in Frankfurt a.M. unter SHL) hat den Anspruch, das Gesundheitswesen der Zukunft zu gestalten. Als führendes Unternehmen der Medizintechnik mit Hauptsitz in Erlangen unterstützt es mittels seiner Regionalgesellschaften Gesundheitsversorger weltweit dabei, auf ihrem Weg hin zu dem Ausbau der Präzisionsmedizin, der Neugestaltung der Gesundheitsversorgung, der Verbesserung der Patientenerfahrung und der Digitalisierung des Gesundheitswesens mehr zu erreichen. Siemens Healthineers entwickelt sein Produkt- und Dienstleistungsportfolio kontinuierlich weiter, mit KI-gestützten Anwendungen und digitalen Angeboten, die in der nächsten Generation der Medizintechnik eine immer wichtigere Rolle spielen. Diese neuen Anwendungen werden das Unternehmen in der In-vitro-Diagnostik, der bildgestützten Therapie und der In-vivo-Diagnostik weiter stärken. Siemens Healthineers bietet auch eine Reihe von Dienstleistungen und Lösungen an, um die Fähigkeit der Gesundheitsdienstleister zu verbessern, Patienten eine qualitativ hochwertige und effiziente Versorgung zu bieten. Im Geschäftsjahr 2019, das am 30. September 2019 endete, erzielte Siemens Healthineers mit seinen rund 52.000 Beschäftigten weltweit ein Umsatzvolumen von 14,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis von 2,5 Milliarden Euro.