Presseinformation

Beschleunigte Herzinfarktdiagnose mit Atellica VTLi, dem ersten Blutanalysegerät zur Messung hoch-sensitiven Troponin I am Point of Care mit kapillarem Blut aus der Fingerspitze

  • Kürzere Triage-Zeiten für Patienten mit Herzinfarktsymptomen tragen zu verbesserter Behandlung bei und reduzieren die Belastung von Notaufnahmen – ein Beitrag zu Patientensicherheit und öffentlicher Gesundheit, der Todesfälle mit kardialer Ursache verringern kann.1
  • Das CE-zertifizierte patientennahe Analysesystem Atellica VTLi von Siemens Healthineers bietet dem medizinischen Personal erstmals einen hochsensitiven Troponin I-Test mit kapillarem Blut aus der Fingerspitze.
  • Mit der Möglichkeit, einen Herzinfarkt schnell und genau innerhalb von acht Minuten zu diagnostizieren, können Mediziner die Behandlungsergebnisse für Patienten und Gesundheitsdienstleister verbessern.

Siemens Healthineers hat heute bekannt gegeben, dass das patientennahe Immunoassay Analysesystem Atellica VTLi2 die CE-Zertifizierung erhalten hat. Es wird voraussichtlich noch in diesem Frühjahr zur Auslieferung kommen. Mit dem Atellica VTLi-Analysesystem steht dem Arzt innerhalb von acht Minuten ein Testergebnis in Laborqualität für das hochempfindliche kardiale Troponin I (hs-cTnI) mittels einer Blutentnahme aus der Fingerspitze zur Verfügung. Mit dieser branchenweit erstmalig verfügbaren Technologie trägt Siemens Healthineers dazu bei, die Patientenversorgung zu verbessern und stellt hs-cTnI-Ergebnisse direkt beim Patienten zur Verfügung, damit Ärzte Herzinfarkte richtig diagnostizieren und sicher behandeln können.

„Siemens Healthineers ist führend bei Lösungen für die Behandlung kardialer Krankheitsbilder, Immunoassays und Intensivdiagnostik. Jetzt legen wir die Messlatte nochmals höher. Als erstes Unternehmen bieten wir einen hochsensitiven kardialen Troponin-I-Test für den Point-of-Care-Bereich an, der mit einer Blutprobe aus der Fingerspitze ein Ergebnis bringt, das mit dem Labor auf derselben Stufe steht. Gesundheitsdienstleister haben jahrzehntelang auf hs-cTnI am Point-of-Care gewartet - jetzt ist das Warten vorbei. Diese neue Technologie erweitert das breite kardiologische Portfolio von Siemens Healthineers für eine umfassende Patientenversorgung", sagte Dr. Christoph Pedain, Leiter des Bereichs Point of Care Diagnostics bei Siemens Healthineers.

Weltweit kommen jährlich Millionen von Patienten mit Symptomen in die Notaufnahme, die auf einen Herzinfarkt hindeuten könnten. Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind für schätzungsweise 31 Prozent aller Todesfälle weltweit verantwortlich und stellen die häufigste Todesursache dar.3 Eine schnelle Triage von Patienten mit entsprechenden Symptomen kann helfen, Leben zu retten. Mediziner sind in erster Linie auf das Zentrallabor angewiesen, um kritische Blut-Test-Ergebnisse zu erhalten, bevor sie Entscheidungen über die Behandlung ihrer Patienten treffen können. Es kann eine Stunde oder länger dauern, bis diese Ergebnisse vorliegen. Die erhebliche Verkürzung der Durchlaufzeit, die durch die Einführung des kabellosen, tragbaren Atellica VTLi-Analysegeräts möglich wird, kann Ärzten einen schnellen Weg zur Diagnose und Behandlung ihrer Patienten bieten und so dazu beitragen, die Versorgung zu beschleunigen, die Ergebnisse für die Patienten zu verbessern und die Belastung in überfüllten Notaufnahmen zu verringern.

Wenn ein Patient mit Symptomen eines möglichen Herzinfarkts ins Krankenhaus kommt, hängt der Heilungserfolg von der schnellen Verfügbarkeit der Testergebnisse und dem Vertrauen des klinischen Personals in diese Ergebnisse ab. „In den heute stark frequentierten Notaufnahmen auf der ganzen Welt besteht die Nachfrage nach einer schnellen Messung von kardialem Troponin mit Hilfe von leitliniengerechten, hochempfindlichen Assays, um Myokardverletzungen und Myokardinfarkte bei Patienten mit Symptomen, die auf eine Ischämie hindeuten, schnell und korrekt auszuschließen", bestätigte Dr. Fred Apple, PhD, medizinischer Leiter der klinischen Labore, der klinischen Chemie, der Point-of-Care-Tests und der klinischen und forensischen Toxikologielabore am Hennepin County Medical Center. „Die Siemens Healthineers Atellica VTLi Point-of-Care-Assay-Technologie, die Vollblut verwendet und Ergebnisse in nur acht Minuten liefert, bietet eine hochempfindliche kardiale Troponin I-Messung, die der diagnostischen und analytischen Genauigkeit von Geräten im Zentrallabor entspricht. Ich bin davon überzeugt, dass sich dieses POC-System leicht in bestehende Arbeitsabläufe in Krankenhäusern und Kliniken integrieren lässt und das Potenzial hat, die Patientenversorgung und die klinischen Ergebnisse zu verbessern und gleichzeitig die betriebliche und wirtschaftliche Effizienz zu steigern."

Das Atellica VTLi-System verfügt über eine drahtlose Schnittstelle zur leichten Integration und direkten Verbindung mit Datenmanagementsystemen, einschließlich der Siemens Healthineers POC Ecosystem Solution, sowie Labor- und Krankenhaus-informationssystemen. Damit ermöglicht es dem Labor eine zentrale Kontrolle über dezentrale Point-of-Care Testaktivitäten in der Organisation.

Das innovative Atellica VTLi Immunoassay-Analysegerät resultiert aus der Übernahme von Minicare BV durch Siemens Healthineers, die am 2. Juli 2019 abgeschlossen wurde.

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Siemens Healthineers 2020 DE

Siemens Healthineers AG (gelistet in Frankfurt a.M. unter SHL) hat den Anspruch, das Gesundheitswesen der Zukunft zu gestalten. Als eines der führenden Unternehmen der Medizintechnik mit Hauptsitz in Erlangen unterstützt es mittels seiner Regionalgesellschaften Gesundheitsversorger weltweit dabei, auf ihrem Weg hin zu dem Ausbau der Präzisionsmedizin, der Neugestaltung der Gesundheitsversorgung, der Verbesserung der Patientenerfahrung und der Digitalisierung des Gesundheitswesens mehr zu erreichen. Siemens Healthineers entwickelt sein Produkt- und Dienstleistungsportfolio kontinuierlich weiter, mit KI-gestützten Anwendungen und digitalen Angeboten, die in der nächsten Generation der Medizintechnik eine immer wichtigere Rolle spielen. Diese neuen Anwendungen werden das Unternehmen in der In-vitro-Diagnostik, der bildgestützten Therapie und der In-vivo-Diagnostik weiter stärken. Siemens Healthineers bietet auch eine Reihe von Dienstleistungen und Lösungen an, um die Fähigkeit der Gesundheitsdienstleister zu verbessern, Patienten eine qualitativ hochwertige und effiziente Versorgung zu bieten. Im Geschäftsjahr 2020, das am 30. September 2020 endete, erzielte Siemens Healthineers mit seinen rund 54.000 Beschäftigten weltweit ein Umsatzvolumen von 14,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT von 2,2 Milliarden Euro.