Press release

Langfristige Technologiepartnerschaft verbessert Patientenversorgung und erhöht Wettbewerbsfähigkeit

  • Digitalisierung von klinischen Prozessen und Vernetzung der Krankenhäuser
  • Erneuerung des medizintechnischen Geräteparks mit Servicekonzept
  • Individuelle Weiterbildungsmaßnahmen über Onlinetools
  • Technologiepartnerschaft über 10 Jahre hat Volumen von rund 40 Mio. Euro

Siemens Healthineers und der Krankenhausbetreiber die Marienhaus Unternehmensgruppe mit Sitz in Waldbreitbach gehen eine Technologiepartnerschaft über zehn Jahre ein. Die Laufzeit kann um weitere fünf Jahre verlängert werden. Siemens Healthineers entwickelt für die Marienhausgruppe eine Digitalstrategie und wird langfristig 18 Krankenhäuser vernetzen. Mit der digitalen Transformation sollen auch die klinischen Prozesse effizienter werden. Die Partnerschaft sieht die Erneuerung und die Bewirtschaftung von etwa 130 bildgebenden medizintechnischen Geräten an allen Standorten in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland vor. Geplant sind individuelle Online-Schulungen für das klinische und technische Personal. Die Marienhaus Unternehmensgruppe erhält über die Vertragslaufzeit Planungssicherheit und Transparenz über die Kosten sowie einen modernen medizinischen Gerätepark. Das klinische Personal kann sich durch digital unterstützte Prozesse besser auf die medizinische Versorgung der Patienten fokussieren. Der Vertrag hat ein Volumen von rund 40 Mio. Euro.

„Die Partnerschaft mit der Marienhausgruppe ist für uns alle und vor allem für die Patienten ein großer Erfolg. Denn gerade Krankenhäuser der Maximalversorgung müssen wirtschaftlich erfolgreich sein und dabei innovative Spitzen-Technologien einsetzen können, und das immer im Sinne des Patienten. Diese Herausforderungen erfordern umfassende, nachhaltige und langfristige Lösungen, die flexibel angepasst werden können, um eine medizinisch hochwertige Versorgung entlang der diagnostischen und therapeutischen Patientenpfade gewährleisten zu können“, sagt Dr. Bernd Ohnesorge, Leiter der Region Europa, Mittlerer Osten und Afrika bei Siemens Healthineers.

„Gemeinsam mit Siemens Healthineers sind wir bestens für die Zukunft aufgestellt. Wir optimieren und digitalisieren unsere Prozesse und erreichen Kosteneffizienz bei gleichzeitiger Sicherstellung einer hohen medizinischen Qualität. Unsere Patienten profitieren von modernsten medizinischen Geräten. Unser Personal können wir zukünftig zielgerichtet online schulen und weiterbilden, was uns Zeit und Kosten spart. Im steigenden Wettbewerb können wir uns somit weiter behaupten“, sagt Dr. Thomas Wolfram, Generalbevollmächtigter der Marienhaus Unternehmensgruppe.

Harmonisierung und Service der medizintechnischen Geräte
Die zehnjährige Technologiepartnerschaft soll die Qualität der Patientenversorgung an den Standorten der Marienhaus Unternehmensgruppe steigern, die Digitalisierung voranbringen sowie die Wirtschaftlichkeit sichern und die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Der medizintechnische Fokus der Partnerschaft liegt auf der Radiologie und den erweiterten bildgebenden Bereichen, wie zum Beispiel die Angiographie und die OP-Bildgebung. Siemens Healthineers wird etwa 130 Geräte austauschen und auf den modernsten technologischen Stand bringen. Beide Partner übernehmen mit einem integrativen Servicekonzept gemeinsam die Bewirtschaftung des Geräteparks. Ein Projektleiter vor Ort wird die systematische und zeitgerechte Umsetzung des Vertrages sicherstellen. Er koordiniert die Instandhaltung und Instandsetzung, Geräteeinbringung, Verbesserungsmaßnahmen und die Einarbeitung von Mitarbeitern.
Die Marienhaus Unternehmensgruppe möchte mit der kontinuierlichen Erneuerung die Gerätelandschaft harmonisieren und einheitliche Plattformen einführen. Beispielsweise sollen die Hardware-Plattform Somatom go bei den Computertomographen (CT) oder die BioMatrix-Technologie bei den Magnetresonanztomographen (MRT) die klinischen Workflows vereinheitlichen und Prozesse auch mit Anwendung von künstlicher Intelligenz optimieren. Neben einem standardisierten Gerätepark ergeben sich weitere Synergien: weniger Trainings sind notwendig, um alle Anwender auf die jeweiligen Plattformen zu schulen. Dies spart Zeit und Kosten.

Digitale Transformation
Die Technologiepartnerschaft sieht im Rahmen der digitalen Transformation den Einsatz mehrerer Softwarelösungen vor. Die Bildbefundungs-Software Syngo.via wird in einem zentralen Rechenzentrum installiert und ist somit an den Hauptstandorten der Marienhaus Unternehmensgruppe verfügbar. Syngo.via arbeitet mit Intelligenten Algorithmen, die die Informationen und diagnostischen Bilder aus CT, MRT oder Angiographie analysieren. Die Ergebnisse unterstützen die Radiologen bei der Befundung.
Mit Teamplay Dose und Usage kommt ein zentrales Dosis- und Performance-Managementsystem für die Radiologie zum Einsatz. Mit Teamplay Dose werden Dosiswerte dokumentiert, analysiert und transparent gemacht. Teamplay Usage analysiert die Performance einzelner Geräte und verbessert die Auslastung des gesamten Geräteparks.

Siemens Healthineers wird die einzelnen Häuser der Marienhaus Unternehmensgruppe miteinander vernetzen. Mit dem Syngo Virtual Cockpit setzt Siemens Healthineers eine Steuerungs- und Überwachungssoftware ein, die die Zusammenarbeit der Standorte fördert und Synergien hebt. In der ersten Phase werden zwei MRTs mit der Software verbunden und zentral von einer Person betreut und gesteuert. Dies steigert die Produktivität, weil relevantes Fachwissen zentral für mehrere Standorte verfügbar ist und Personal effizienter eingesetzt werden kann.

Training und Weiterbildung
An den Standorten der Marienhaus Unternehmensgruppe wird PEP Connect/Connections eingerichtet, die zentrale Online-Lernplattform von Siemens Healthineers für das klinische und medizintechnische Personal. Die Mitarbeiter der Marienhaus Unternehmensgruppe erhalten Zugang zu individuellen klinischen Lerninhalten wie Anwendertrainings oder Strahlenschutzunterweisungen. Strukturierte Schulungspläne, Schulungen vor Ort oder Remote-Training ersetzten zeitlich aufwendige Dienstreisen zu Seminaren. Die Marienhaus Unternehmensgruppe wird zusätzlich für ihre Mitarbeiter eigene Inhalte bereitstellen, die über den klinischen Anwendungsbereich hinaus gehen, wie beispielsweise Brandschutz oder Arbeitssicherheit. Die Mitarbeiter können so kontinuierlich und zeitunabhängig an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen.

Die Vereinbarung mit der Marienhaus Unternehmensgruppe ist eine so genannte Value Partnership. Damit bezeichnet Siemens Healthineers langfristige, ergebnisorientierte Partnerschaften, die es Gesundheitsdienstleistern ermöglichen, ihren Unternehmenswert zu steigern und betriebliche Komplexität zu reduzieren. Im Rahmen der Partnerschaft analysiert und verbessert Siemens Healthineers klinische Prozesse, baut das Leistungsportfolio aus und erweitert klinische Möglichkeiten. Innovative medizintechnische Lösungen und Technologien steigern die Qualität und Präzision der Versorgung der gesamten Einrichtung. Value Partnerships bestehen unter anderem bereits mit Hamilton Health Sciences in Kanada, mit dem University of Missouri System in den USA, mit der Dallah Health Company in Saudi-Arabien sowie dem Städtischen Klinikum Braunschweig.

Siemens Healthineers 2019 DE | Marienhaus Unternehmensgruppe

Siemens Healthineers AG (gelistet in Frankfurt a.M. unter SHL) hat den Anspruch, das Gesundheitswesen der Zukunft zu gestalten. Als führendes Unternehmen der Medizintechnik mit Hauptsitz in Erlangen unterstützt es mittels seiner Regionalgesellschaften Gesundheitsversorger weltweit dabei, auf ihrem Weg hin zu dem Ausbau der Präzisionsmedizin, der Neugestaltung der Gesundheitsversorgung, der Verbesserung der Patientenerfahrung und der Digitalisierung des Gesundheitswesens mehr zu erreichen. Siemens Healthineers entwickelt sein Produkt- und Dienstleistungsportfolio kontinuierlich weiter, mit KI-gestützten Anwendungen und digitalen Angeboten, die in der nächsten Generation der Medizintechnik eine immer wichtigere Rolle spielen. Diese neuen Anwendungen werden das Unternehmen in der In-vitro-Diagnostik, der bildgestützten Therapie und der In-vivo-Diagnostik weiter stärken. Siemens Healthineers bietet auch eine Reihe von Dienstleistungen und Lösungen an, um die Fähigkeit der Gesundheitsdienstleister zu verbessern, Patienten eine qualitativ hochwertige und effiziente Versorgung zu bieten. Im Geschäftsjahr 2019, das am 30. September 2019 endete, erzielte Siemens Healthineers mit seinen rund 52.000 Beschäftigten weltweit ein Umsatzvolumen von 14,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes Ergebnis von 2,5 Milliarden Euro. Die Marienhaus Unternehmensgruppe ist einer der großen christlichen Träger von sozialen Einrichtungen in Deutschland. Zum Unternehmen zählen 14 Krankenhäuser (an 24 Standorten) 20 Alten- und Pflegeheime 3 Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen 10 stationäre und ambulante Hospize 7 Bildungseinrichtungen und 4 weitere Einrichtungen Die Einrichtungen liegen in den Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, insgesamt arbeiten in der Trägerschaft etwa 13.800 Frauen und Männer.