Press release

Siemens Healthineers bringt als erstes führendes Diagnostikunternehmen quantitativen COVID-19-Test zur Bestimmung neutralisierender Antikörper auf den Markt

  • Der SARS-CoV-2-IgG-Antikörpertest von Siemens Healthineers dient nachweislich der Bestimmung neutralisierender Antikörper. Der Test hat die CE-Kennzeichnung erlangt und das Unternehmen hat bei der FDA eine Notfallzulassung beantragt.
  • Sobald Impfstoffe gegen SARS-CoV-2 zur Verfügung stehen, stellt Siemens Healthineers vollautomatisierte Antikörpertestung bereit, mit denen der Erfolg breit angelegter Impfprogramme gemessen werden kann.
  • Zuverlässige Antikörpertests spielen bei der Überprüfung der Wirksamkeit von Impfstoffen eine wichtige Rolle. 
Wie Siemens Healthineers heute bekannt gab, dient der SARS-CoV-2-IgG-Antikörpertest (sCOVG)1 nachweislich der Bestimmung neutralisierender Antikörper und hat die CE-Zertifizierung erlangt. Bei dem Test handelt es sich um eine weiterentwickelte Version des Assays, der diesen Sommer weltweit erhältlich wurde, auch in den USA. Er kann Antikörper nachweisen, die eine neutralisierende Wirkung haben, und gibt durch quantitative Messergebnisse Auskunft über die Konzentration der neutralisierenden Antikörper in der Blutprobe eines Patienten. Das Unternehmen hat bei der US-Arzneimittelbehörde eine Notfallzulassung (Emergency Use Authorization, EUA) beantragt.

Neutralisierende Antikörper sind ein wichtiges Element in der Bekämpfung von COVID-19, weil sie Zellen davor schützen, mit dem Virus infiziert zu werden. Ein Virus erzeugt in der Regel eine Immunantwort, an der viele Antikörper beteiligt sind, die das Virus wie eine Armee abwehren. Doch nur ein kleiner Anteil dieser Antikörper ist dazu in der Lage, den Angreifer zu neutralisieren – um das Virus daran zu hindern, weitere Zellen zu infizieren. Diese neutralisierenden Antikörper bilden sich entweder als Reaktion auf eine natürliche Infektion oder eine Impfung, binden sich dann an das Virus und wehren die Infektion somit ab. Um die Wirksamkeit eines Impfstoffes zu ermitteln, ist es wichtig, sowohl den Nachweis solcher neutralisierender Antikörper zu erbringen als auch eine quantitative Angabe zu der Konzentration zu machen, die bei künftigen Begegnungen mit dem Virus notwendig sein dürfte, um diesen abzuwehren. Mit dem Antikörpertest von Siemens Healthineers wird es möglich sein, die notwendigen Erkenntnisse zu gewinnen, sobald die Impfstoffe einsatzbereit sind und Untersuchungen zur Exposition mit dem Coronavirus gegenüber der Immunisierung und dem Immunitätsgrad, den ein Impfstoff verspricht, durchgeführt werden.

„Zu Beginn der Pandemie musste die Wissenschaft erst einmal Erkenntnisse über das Coronavirus gewinnen und verstehen, wie unser Immunsystem darauf reagieren würde. Bei unseren Antikörpertests haben wir das Spike-Protein (Rezeptor Bindende Domaine des S1 Proteins) als Ziel verwendet. Dabei sind wir davon ausgegangen, dass sich letztlich herausstellen würde, dass die gegen dieses Protein gerichteten Antikörper eine neutralisierende Wirkung haben“, erklärte Deepak Nath, PhD, Präsident des Bereichs Labordiagnostik bei Siemens Healthineers. „Inzwischen liegen ausreichende Daten vor, die belegen, dass die Antikörper die Spike-Proteine tatsächlich neutralisieren können – vor allem diejenigen, die sich gegen die rezeptorbindende Domäne des Spike-Proteins richten. Gesundheitsversorger können sich darauf verlassen, dass sie mit Hilfe unserer Tests festellen können, ob das Immunsystem eines Patienten die richtigen Antikörper bildet, um eine Infektion mit dem Coronavirus aufzuhalten oder abzuwehren."

Die SARS-CoV-2-IgG-Antikörpertests von Siemens Healthineers werden auf automatisierten immundiagnostischen Analysesystemen durchgeführt, die zu den weltweit meistverbreiteten Systemen dieser Art gehören; vor allem in den USA. Hierzu gehören die Systemfamilien Atellica® Solution sowie ADVIA Centaur® XP und XPT ebenso wie die Dimension Vista® und Dimension® EXL™ Analysesysteme.

Siemens Healthineers hat sich als Anbieter hochwertiger Tests zur Bekämpfung der COVID-19-Pandemie profiliert. Neben Antikörpertests, Antigentests und molekulardiagnostischen SARS-CoV-2-Tests bietet das Unternehmen ein breites Spektrum an Diagnostikprodukten an, die in der Prognose, Behandlung und Verlaufskontrolle von COVID-19-Patienten wertvolle Dienste leisten. Das breit angelegte und differenzierte Testmenü von Siemens Healthineers beinhaltet Testpanels für die Bereiche Hämatologie, Gerinnungsdiagnostik, Kardiologie, respiratorische Erkrankungen, Entzündungsmarker und Infektionsdiagnostik. Die Blutgasanalysesysteme und Bildgebungslösungen von Siemens Healthineers liefern aussagekräftige Ergebnisse, die medizinische Fachkräfte bei der Versorgung von COVID-19-Patienten unterstützen.

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Siemens Healthineers 2020 DE

Siemens Healthineers AG (gelistet in Frankfurt a.M. unter SHL) hat den Anspruch, das Gesundheitswesen der Zukunft zu gestalten. Als eines der führenden Unternehmen der Medizintechnik mit Hauptsitz in Erlangen unterstützt es mittels seiner Regionalgesellschaften Gesundheitsversorger weltweit dabei, auf ihrem Weg hin zu dem Ausbau der Präzisionsmedizin, der Neugestaltung der Gesundheitsversorgung, der Verbesserung der Patientenerfahrung und der Digitalisierung des Gesundheitswesens mehr zu erreichen. Siemens Healthineers entwickelt sein Produkt- und Dienstleistungsportfolio kontinuierlich weiter, mit KI-gestützten Anwendungen und digitalen Angeboten, die in der nächsten Generation der Medizintechnik eine immer wichtigere Rolle spielen. Diese neuen Anwendungen werden das Unternehmen in der In-vitro-Diagnostik, der bildgestützten Therapie und der In-vivo-Diagnostik weiter stärken. Siemens Healthineers bietet auch eine Reihe von Dienstleistungen und Lösungen an, um die Fähigkeit der Gesundheitsdienstleister zu verbessern, Patienten eine qualitativ hochwertige und effiziente Versorgung zu bieten. Im Geschäftsjahr 2020, das am 30. September 2020 endete, erzielte Siemens Healthineers mit seinen rund 54.000 Beschäftigten weltweit ein Umsatzvolumen von 14,5 Milliarden Euro und ein bereinigtes EBIT von 2,2 Milliarden Euro.